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Eigenheimzulage 2010

§ 4 EigZulG regelt, dass die Eigenheimzulage erhält, wer eine ihm gehörende Wohnung für eigene Wohnzwecke nutzt. Die unentgeltliche Überlassung an einen nahen Angehörigen ist erlaubt.

Eheleute werden sinnvollerweise steuerlich zusammenveranlagt und die Zulage wird einheitlich festgestellt.

Was passiert bei Trennung?

Im Jahr der Trennung nichts. Die Eheleute können sich noch einmal zusammenveranlagen lassen, auch wenn sie sich örtlich getrennt haben. Das ändert sich in dem der Trennung folgenden Jahr. Getrennte Veranlagung führt auch zu gesonderter Festsetzung der Eigenheimzulage für jeden Ehepartner (§ 11 Abs. 6 EigZulG), also zu einer Einzelveranlagung.

Die klassische Situation ist folgende:

Die Eheleute sind Miteigentümer eines Hauses und erhalten jährlich die Eigenheimzulage ausbezahlt.

Man trennt sich am 01.03.10 und der Ehemann zieht aus. Die Frau bleibt mit den Kindern im Haus.
Was ist mit der Eigenheimzulage?

2010 bleibt alles beim alten. Gemeinsame Veranlagung und einheitliche Festsetzung der Zulage. Das auch für den Fall, dass man sich in dem Trennungsjahr schon getrennt veranlagen läßt.

2011 ist das der Trennung folgende Jahr. Ab hier wird getrennt veranlagt und die Steuerklasse wechselt. Die Frau wird für ihren Miteigentumanteil die Eigenheimzulage erhalten, weil sie die Wohnung mit den Kindern nutzt.

Der Ehemann erhält seinerseits seinen Anteil getrennt, weil er der Frau und den Kindern seinen Miteigentumsanteil (nahe Angehörige) unentgeltlich überläßt.
Tatsächlich hätte er auch keinen finanziellen Anspruch gegenüber Frau und Kindern (quasi eine halbe Miete), weil im Trennungsjahr kein derartiger Anspruch durchzusetzen ist.

Das Trennungsjahr ist eine volles Jahr nach erfolgter Trennung in diesem Sinne, und nicht zu verwechseln mit der obigen Jahresberechnung. Wer im März auszieht hat für den Steuerklassenwechsel und die getrennte Veranlagung im Folgejahr natürlich nur noch 9 Monate abzuzählen.


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Fachanwalt für Familienrecht
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Wirtschaftsjuristin - Erbrecht

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